Beifuß (Artemisia annua) gegen Krebs

Anlässlich eines Krebskongresses im November 2012 sprach Prof. Dr. rer. nat. Thomas Efferth über die vermehrte Verwendung von Arteminisin und Artesunate (üblicherweise bei Malaria zugelassen) in der Schulmedizin. Allerdings als „off-label use“, das bedeutet, für die Anwendung bei Krebserkrankungen ist es nicht zugelassen. Durch die Gabe von Eisenpräparaten soll die Wirksamkeit noch verstärkt werden. Ende 2012 gab es also noch keine vernünftigen Studien, die die Wirksamkeit von Artesunat oder auch Arteminisin im Zusammenhang mit Krebs bestätigten.

beifuß artemisia  pixaDer einjährige Beifuß (Artemisia annua) liefert das Pflanzenmaterial zu einer natürlichen Substanz, dem Artemisinin. Die Artemisinine werden weltweit bei der Malariatherapie eingesetzt.

Der Abkömmling des Artemisinins, das Artesunat, macht nun in der Krebsheilkunde Furore. Ende 2012 wurde Artesunat noch „off-label“ eingesetzt und jetzt belegen internationale Studien die Wirksamkeit der Substanz und auch in Deutschland hat sich u. a. das Krebsforschungsinstitut in Heidelberg damit auseinander gesetzt. Die Behandlung wird in Kliniken und Praxen ambulant am erkrankten Patienten angewendet. Die WHO hat den natürlichen Wirkstoff in die Liste der unentbehrlichen und wichtigen Arzneimittel aufgenommen.

Wie „funktioniert“ Artesunat?

Die Wirkung basiert auf der Tatsache, dass Krebszellen große Mengen von Eisen benötigen für die Zellteilung, um ihre DNA zu reproduzieren. In diesen Zellen ist die Konzentration an Eisen um ein Vielfaches höher als in gesunden Körperzellen. Der erste Schritt der Behandlung besteht darin, dem Körper des Patienten große Mengen von Eisen zuzuführen um die Krebszellen förmlich zu „mästen“. Das Artesunat geht mit Eisen eine chemische Reaktion ein, es entsteht ein Feuerwerk von Sauerstoffradikalen welche die Krebszellen zerstören. Außerdem hemmt es auch das neue Wachstum von Krebszellen. Man kann beinahe zusehen, wie die Tumorzellen innerhalb von nicht einmal 24 Stunden zerstört werden.

Von großem Vorteil ist auch, dass das Artesunat nur auf Krebszellen toxisch wirkt, das funktioniert selbst bei denjenigen, die sich gegenüber Zytostatika als resistent erwiesen haben. Bei den gesunden Zellen werden fast keine negativen Reaktionen festgestellt.

Der Vorgang bei der Behandlung sieht folgendermaßen aus:

Die Patienten bekommen 1-2 Tage lang hochdosierte Eisengaben (Injektionen)
es folgen sechs Wochen mit 3-6 mg Artesunat pro Kilo Körpergewicht in Kapselform
dann wieder Eisen, dann wieder Artesunat

hier wird mit der Artesunat Behandlung therapiert

in dieser Praxis wird mit Infusionen gearbeitet

eine der Kliniken, die ebenfalls Artesunat verwenden

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