MSM (Organischer Schwefel) bei Multipler Sklerose

Organischer Schwefel (Methyl-Sulfonyl-Methan) ist in jedem gesunden Menschen vorhanden, genauer gesagt, ca. 140 – 150 Gramm davon. Unser Organismus ist in vielerlei Hinsicht auf Schwefel angewiesen. Er ist an der Kollagen-Produktion und somit am Aufbau des Bindegewebes, ebenso wie an der Herstellung von Sehnen, Knochen und Knorpeln, also dem Gerüst unseres Körpers, beteiligt.

Zu wenig Schwefel macht sich u. a. durch Gelenkprobleme, Durchblutungsstörungen, den grauen Star und schlaffes Bindegewebe bemerkbar. Für den Körper ist Schwefel lebenswichtig. Da dieser für alle Stoffwechselvorgänge des Körpers essentiell ist, hat ein Mangel weit reichende Folgen.

Unser Eiweißstoffwechsel benötigt den organischen Schwefel dringend, um  z. B. Insulin und weitere Hormone und Enzyme herzustellen und Blutzucker in Energie umzuwandeln. Methionin und zwei weitere Aminosäuren sind an den Entgiftungsprozessen der Leber beteiligt, ebenso ist er in den Gallensäuren enthalten, die dazu benötigt werden, Fette zu verdauen und die Bildung einer „Fettleber“ zu verhindern. Die schwefelhaltige Aminosäure Methionin sorgt auch dafür, dass das Selen dorthin transportiert wird, wo es gebraucht wird. Ohne Selen wird das Immunsystem des Menschen sehr geschwächt und das ist nur eine der negativen Folgen. Das Glutathion ist ein wertvolles Antioxidans welches unter der Beteiligung von Schwefel direkt im Körper produziert wird.

Genauso wichtig ist Schwefel für die Verdauung. Da durch die Cortisoneinnahme gegen bestimmte Erkrankungen häufig der ganze Körper von einem Pilz befallen ist, hilft MSM auch hier. Ebenso brauchen wir den Schwefel für die wichtige Gelenkschmiere. Bei einer Arthrose fehlt diese oft und dann kommt es zum schmerzhaften Aneinanderreiben der Knochen. Durch eine Studie wurde bewiesen, dass organischer Schwefel vor Knorpelabbau der Gelenke schützt und zudem noch die Entzündungen eindämmt.

An einem fuktionierenden Immunsystem ist der Schwefel ebenfalls beteiligt, indem er die Bildung von Antikörpern und Immunkomplexen unterstützt. Um unsere Immunabwehr zu stärken, aktiviert Schwefel das Vitamin C und einige der B-Vitamine. Und ohne Vitamin C geht fast gar nichts im Körper. Im zentralen Nervensystem ist die Konzentration besonders hoch, zumindest bei gesunden Menschen. Das Zentralnervensystem spielt gerade bei der Multiplen Sklerose eine große Rolle und muss auf jeden Fall unterstützt werden.

Vitamin C sorgt ebenfalls dafür, dass die Aminosäuren in biogene Amine umgewandelt werden und so für den Körper verwertbar sind. Dass es freie Radikale unschädlich macht und die Zellen schützt, dürfte hinlänglich bekannt sein. Ohne Vitamin C kann das Antioxidans Vitamin E nicht aktiv werden und dieses Vitamin erfüllt ebenfalls viele Aufgaben im Körper. Dies sind nur einige Funktionen, die das Vitamin C erfüllt.

Nun aber zurück zum MSM. Ein weiterer positiver Aspekt dieser Substanz ist, dass sie die Blut-Hirn-Schranke überwinden und so auch im Gehirn ihre positiven Auswirkungen entfalten kann. Dazu gehört u. a. dass der Schwefel für eine ausreichende Sauerstoffversorgung und eine bessere Durchblutung des Gehirns sorgt. Diese wiederum lässt unsere Konzentrationsfähigkeit zunehmen und unser Denkapparat kann mehr Leistung bringen. Auch die Produktion der Neurotransmitter (Botenstoffe) im Gehirn hängt von der ausreichenden Menge an organischem Schwefel ab.

Bereits im Jahr 1989 wurde an der Med. Hochschule in Hannover anhand einer Studie festgestellt, dass MSM wasserlöslich ist und auch in höheren Mengen nicht toxisch wirkt und, genau so wichtig, auch keine allergischen Reaktionen auslöst.

In den USA kommt der organische Schwefel schon wesentlich länger zum Einsatz. Darum gibt es dort auch mehr Studien zur Wirksamkeit. Der Direktor der Schmerzklinik in Portland/USA, Professor Stanley W. Jacob, gab 1999 bekannt, dass er in seiner 20jährigen Tätigkeit ca. 18.000 Schmerzpatienten mit MSM behandelt hatte. Sensationelle 70% der Behandelten wurden ganz, oder überwiegend schmerzfrei. Organischer Schwefel stellt somit eine nebenwirkungsfreie Alternative zu den gängigen Schmerz- und entzündungshemmenden Mitteln dar.

Da MSM immer auch entgiftend wirkt, kann es zu Kopfschmerzen oder anderen leichten Befindlichkeitsstörungen kommen. Entweder liegt die Ursache in zu geringer Flüssigkeitsaufnahme, so dass die gelösten Schadstoffe nicht genügend ausgeschieden werden können, oder die Dosis ist zu hoch gewählt. Die Lösung ist einfach, genügend Wasser und Tee (2,5 – 3 Liter) konsumieren und/oder 2-3 Tage mit der Einnahme pausieren und dann mit einer geringeren Dosis beginnen, die dann langsam gesteigert werden kann.

Für MS-Patienten besonders wichtig ist u. a.: es wirkt entzündungshemmend, unterdrückt die Schmerzweiterleitung, die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen wird verbessert und es entkrampft verspannte Muskulatur. Dies sind, wie gesagt, nur einige der positiven Effekte des organischen Schwefels.

Ich habe jetzt selbst einen Monat lang MSM als Nahrungsergänzungsmittel 3x 2 Kaps. tägl. genommen. Der Entgiftungseffekt zeigte sich tatsächlich durch Kopfschmerzen. Ich habe die empfohlene Tagesdosis (3-6 Kaps. mit 500mg tägl.)halbiert und nehme nun 3x tägl 1 Kapsel, damit kann ich gut leben.

In jedem Fall muss der Patient mit dem behandelnden Arzt zusammenarbeiten. Eine Therapie mit MSM sollte also immer unter fachkompetenter Aufsicht stattfinden und individuell auf den Patienten zugeschnitten sein.

MSM als Nahrungsergänzung:
MSM 500mg

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One Response to MSM (Organischer Schwefel) bei Multipler Sklerose

  1. Petra Ammann says:

    Hallo, bei mir wurde am 05.08.16 festgestellt das ich MS habe. Nach 5 Tage Cortison bin ich jetzt auf das Medikament Tecfidera eingestellt worden. Nun meine Frage : Verträgt sich MSM mit meinem Medikament?

    Mit freundlichen grüßen
    Petra Ammann

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